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16. April 2026
Deutschlandbesuch von Außenminister Lamola im Rahmen der Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission
Im Vorfeld der Sitzungen der Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission (BNC) kamen Vertreter des Auswärtigen Amtes, des südafrikanischen Außenministeriums
(Department of International Relations and Cooperation - DIRCO) sowie der südafrikanischen Botschaft in Berlin zu einer intensiven Sitzung der Arbeitsgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik zusammen.
Außenminister Ronald Ozzy Lamola begann seinen Arbeitsbesuch am 13. April mit einem Briefing in Botschaft der Republik Südafrika, bevor er zu seinem ersten offiziellen Treffen mit Bundesaußenminister, Dr. Johann Wadephul (CDU) im Auswärtigen Amt zusammenkam. Beide Minister leiteten gemeinsam die 12. Sitzung der Binationalen Kommission, bei der sie Konsultationen zu bilateralen Beziehungen, Multilateralismus, UN-Reformen sowie zu zentralen Fragen von Frieden und Sicherheit in Afrika, Europa und dem Nahen Osten führten und damit die Grundlage für koordinierte Beratungen in mehreren zwischenstaatlichen Arbeitsgruppen schufen.
In einem gemeinsamen Pressestatement betonten beide Minister, dass die erzielten Ergebnisse gemeinsame Prioritäten in konkrete Maßnahmen für nachhaltige Entwicklung und langfristiges Wirtschaftswachstum übersetzen. In seinem anschließenden Medienbriefing hob Minister Lamola zudem die Bedeutung der Gespräche für die Vertiefung der Partnerschaft hervor.
Die Plenarsitzung und die Unterzeichnungszeremonie stellten einen wichtigen Schritt zur Stärkung der bilateralen Beziehungen dar: Beide Seiten verabschiedeten einen Gemeinsamen Aktionsplan als Leitfaden für die künftige Zusammenarbeit. Im Fokus stehen dabei zentrale Bereiche wie Handel und Investitionen, Energiewende, Klimaschutz, Wissenschaft und Innovation sowie Qualifikationsentwicklung, einschließlich der Unterstützung für Südafrikas gerechte Energiewende durch Kooperationen bei erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff und kritischen Rohstoffen.
Am 14. April 2026 wurden die Ergebnisse der Berliner Gespräche vom Vortag weiter konkretisiert und kommuniziert. Außenminister Lamola und Dr. Wadephul setzten ihre Abstimmungen zur Umsetzung und Bedeutung der erzielten Vereinbarungen fort, insbesondere zur Aufwertung der bilateralen Beziehungen zu einer Strategischen Partnerschaft sowie zur Verabschiedung des Gemeinsamen Aktionsplans. Im Mittelpunkt standen dabei eine enge Koordinierung in Fragen des Multilateralismus, von Frieden und Sicherheit sowie die Stärkung demokratischer Resilienz in einem zunehmend volatilen internationalen Umfeld.
Nach seiner Grundsatzrede auf dem hochrangigen Wirtschaftsdialog Südafrika–Deutschland im der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Nachmittag desselben Tages betonte Minister Lamola die Bedeutung verlässlicher Partnerschaften in Zeiten globaler Unsicherheit und unterstrich das gemeinsame Engagement Südafrikas und Deutschlands für regelbasierten Handel, industrielle Innovation, Klimaverantwortung, Qualifikationsentwicklung und inklusives Wachstum. Mit Blick auf eine neue Phase der wirtschaftlichen Zusammenarbeit liege der Fokus nun auf konkreter Umsetzung, Investitionsmobilisierung und industrieller Kooperation, aufbauend auf einer bereits starken Grundlage, nicht zuletzt durch Initiativen wie „Partnering in Business with Germany“, an der seit 2019 über 300 südafrikanische Exporteure teilgenommen haben.
Am 15. April 2026 sprach Minister Lamola vor dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVWM) in Berlin. Die Veranstaltung war Teil des umfassenderen diplomatischen und wirtschaftlichen Programms Südafrikas in Deutschland. In seiner Rede konzentrierte sich der Minister auf die Stärkung der Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen Südafrika und Deutschland sowie auf die Förderung Südafrikas als attraktiven Investitionsstandort, insbesondere in den Bereichen Energie, Infrastruktur und kritische Rohstoffe.
In einem Interview am selben Tag mit dem Deutsche Welle-Korrespondenten Simon Young reagierte der Minister Lamola auf Anschuldigungen von Donald Trump hinsichtlich einer angeblichen Verfolgung weißer südafrikanischer Farmer und wies die Behauptung zurück, seine Regierung priorisiere internationale Themen gegenüber den alltäglichen Herausforderungen ihrer Bürger. Minister Lamola argumentierte, dass Südafrikas Völkermordklage gegen Israel das globale öffentliche Bewusstsein erheblich beeinflusst habe. Südafrika reichte die Klage im Dezember 2023 beim International Court of Justice ein. Seitdem haben sich immer mehr Länder seiner Kritik an den militärischen Aktionen Israels im Gazastreifen angeschlossen, die nach den Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 begannen.
|+| Medienbriefing Minister Lamola
|+| Gemeinsames Pressestatement DIRCO
|+| Strategische Partnerschaft mit Südafrika
|+| Interview mit Deutsche Welle (C) Deutsche Welle
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