Südafrika in Deutschland
15. August 2012
Brett Bailey: Exhibit B - Eine theatrale Begegnung mit lebenden „Exponaten“ Deutsche Erstaufführung, 29.9. - 3.10.2012, Kleiner Wasserspeicher
Völkerschauen waren ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Hauptattraktion von Jahrmärkten, Volksfesten und Gewerbe- und Kolonialausstellungen in der westlichen Welt. Massenweise strömten schaulustige Europäer und Nordamerikaner in diese Menschenzoos, die Bewohner der nicht-westlichen Welt in nachgebauten Dörfern ausstellten. Der südafrikanische Regisseur Brett Bailey, der mit seiner Company Third World Bunfight immer wieder die postkoloniale Gegenwart in Südafrika sowie die Beziehung zwischen Afrika und der westlichen Welt thematisiert hat, erinnert in Exhibit B an diese Form menschlicher Zurschaustellung und verknüpft sie mit heutigen Erfahrungen von Ausgrenzung und Rassismus. In einer begehbaren Installation setzt er Performer aus Namibia und in Berlin lebende afrikanische Immigranten dem Blick des Zuschauers aus. Requisiten und Setting reflektieren die europäische Kolonialgeschichte in Namibia und den Kongostaaten und verweisen gleichzeitig auf heutige Migration und Abschiebung.
Die Arbeiten der Exhibit-Serie setzen sich mit der Kolonialgeschichte verschiedener europäischer Länder auseinander und begannen mit der von den Wiener Festwochen und dem Festival Theaterformen Braunschweig produzierten Exhibit A.
Konzept / Regie Brett Bailey [Kapstadt]
Mit
Mbacké Abdourakhmane, Katjivena Aicha, Lesley Melvin Du Pont, Ngglo Effesin, Akwaltlambeng Ekobe Emmanuel, Guy Geraldine, Paixo Milton, Chris Nekongo, Nso Collivan Nsorockebe, Avril Nuuyoma, Segunda Silvya, N’Sondi Kovo Steve, Marcellinus Swartbooi, Domingo Valentin, Inhalambi Margaritha Mvilela de Sousa Vilela, Leila Wathera
Casting Anna de Carlo
Produktionsmanagment Third World Bunfight Barbara Mathers
Technische Umsetzung / Gestaltung Raphaël Noël
Gefördert durch Goethe-Institut und Institut français
Dank an Förderband Kulturinitiative Berlin, UK Arts International und KVS – Koninklijke Vlaamse Schouwburg
Dauer ca. 45 min (keine Sitzplätze) / getakteter Einlass / warme Kleidung empfohlen
Premiere: 29.9.2012, 17:00
Sa 29.09. - 3.10.2012, jeweils 17:45, 19:15 und 20:00
Artist Talk
30. September / 02. Oktober 2012, im Anschluss an die letzte Vorstellung
Symposium
Stages of Colonialism / Stages of discomfort
03. Oktober 2012, 11:00-16:00 Uhr, Haus der Berliner Festspiele
Die Johannesburger Börse
ist eine der 15 größten weltweit.
2005 schnitt sie als
fünft beste ab.
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