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South African Embassy, Berlin
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South Africa in Germany

02. June 2010

Fotoausstellung: 28.05. - 1.07.2010: Südafrikanische Fotografie 1950-2010

Bob Gosani, Nelson Mandela during treason trial, 1958, Courtesy Bailey Seippel Gallery Johannesburg © BAHA

Bis zum 01. Juli 2010 präsentiert der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Ausstellung "Südafrikanische Fotografie 1950-2010. Apartheid - Widerstand - Freiheit".

2010 steht Südafrika als Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft im Fokus der Weltöffentlichkeit. Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert eine Ausstellung zu 60 Jahre Fotografie in Südafrika. Zwanzig Fotografen erzählen mit ihren 150 Schwarz-Weiß-Fotografien sechzig Jahre Geschichte ihres Landes und lassen ein neues Bild von Südafrika entstehen, losgelöst von alten Vorstellungen und Mustern.

Es ist eine Reise in ein Land der Trennung zwischen den Hautfarben, zwischen Arm und Reich, eine Reise in ein Land der Unterdrückung und des politischen Kampfes um Freiheit und Gerechtigkeit. Es ist eine Reise in ein Land des Aufbruchs mit kraftvollen, liebevollen, politisch sehr bewussten Menschen. Jahrzehnte der Fremdherrschaft und gesetzlich verankerter Rassentrennung während der Apartheid haben das Land am Kap der Guten Hoffnung geprägt. Das einst geteilte Land steht zwischen Tradition und Moderne, zwischen wachsender Demokratisierung und Zentralisierung der Macht.
 
Alltagsleben während der Apartheid
Die Fotografen dokumentieren das Alltagsleben in Südafrika während der Apartheid, das Leben im Widerstand und in der Freiheit. Sie ermöglichen einen umfassenden Einblick in die soziale, politische, kulturelle und ökonomische Entwicklung Südafrikas.

Hervorzuheben sind die Fotografien aus den 1950er und 1960er Jahren, die für das Magazin "Drum" entstanden sind. Sie dokumentieren das Alltagsleben schwarzer Südafrikaner während der Apartheid. "Drum" entwickelte sich unter der Leitung des schwarzen Journalisten Henry Nxumalo zum Sprachrohr der Anti-Apartheidbewegung in Südafrika. Einzigartig zu dieser Zeit: Der Besitzer des Magazins Jim Bailey, ein Weißer, ließ schwarze Journalisten in seiner Redaktion arbeiten - nah an den damaligen politischen Ereignissen entstanden kritische Artikel.

Die Ausstellungsmacher
Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen Dr. Ralf-P. Seippel, dem Kurator und Galeristen der Galerie Seippel in Köln und Johannesburg, dem Museum Goch, dem Stadthaus Ulm und dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.

Katalog zur Ausstellung
Ein Katalog zur Ausstellung erscheint am 18. Juni 2010 im Hatje Cantz Verlag.

 
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