Newsletter - Februar 2009
02. Februar 2009
Mandela-Ausstellung im Apartheid Museum
Im Apartheid-Museum in Johannesburg ist eine neue Ausstellung über Nelson Mandela eröffnet worden, die aus Fotografien, Videos und Artefakten besteht – einschließlich des roten Mercedes, den die Arbeitnehmer von Mercedes Benz in East London für ihn bauten und ihm schenkten, als er aus dem Gefängnis entlassen wurde.
Das Thema der Ausstellung lautet: „Mandela – Leader, Comrade, Negotiator, Prisoner, Statesman“. Die Fotos zeigen Mandelas Leben von seiner Kindheit bis heute sowie Zeitgenossen, beispielsweise seine Exfrau Winnie, den ehemaligen Präsidenten F.W. de Klerk und den von Attentätern ermordeten Chris Hani.
Die Ausstellung wird wahrscheinlich bis November 2009 geöffnet sein. Sie konzentriert sich nicht nur auf Mandelas Stärken, sondern auch auf die von ihm selbst zugegebenen Schwachpunkte. Historiker hinterfragen beispielsweise seine Politik bezüglich der Aidsproblematik.
Die Videos zeigen wichtige Interviews und historische Ereignisse, beispielsweise die Ankündigung von F.W. de Klerk im Jahr 1989, das Verbot von politischen Organisationen wie dem ANC aufzuheben, oder ein vom BBC aufgenommenes Interview mit Mandela aus den 60er Jahren. Damals erklärte Mandela, dass die Afrikaner das Stimmrecht wollten, und auf die Frage, ob dann die Weißen aus dem Land vertrieben würden: „Südafrika ist ein Land mit vielen Rassen, da ist Platz für jeden.“
Während der Ausstellungseröffnung sagte Desmond Tutu, dass die Südafrikaner über ihre so schwer erkämpfte Freiheit wachen müssten and dass eine offene Diskussionskultur sehr wichtig sei. Er erinnerte daran, dass Mandela mit 27 Jahren seines Lebens in Gefangenschaft für Südafrikas Freiheit bezahlt hat.
In den Sterkfontein-Höhlen
liegt die „Wiege der Menschheit“.
pressespiegel
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